Geschrieben
von
Lucie in
Allgemein am
31. Oktober 2008
Heute habe ich mein erstes Stöckchen zugeworfen bekommen und zwar von Christoph, der zur Zeit für ein Semester in Finnland ist.
Was ist ein Stöckchen?
Ein “Stöckchen” ist sowas wie ein Online-Kettenbrief, der aus einer Reihe von Fragen besteht, die meistens einem bestimmten Thema zugeordnet sind. Stöckchen werden zwischen verschiedenen Blogs ausgetauscht. Erhält ein Blogger ein Stöckchen, beantwortet er die Fragen auf seiner Seite und schickt die Fragen an einen oder mehrere Blogger weiter. Durch die Angabe von “Trackbacks” (Links zurück zum Senderblog) kann später nachvollzogen werden, zu welchen Blogs das Stöckchen geworfen bzw. wo es “aufgefangen” wurde.
Los Geht’s…
- In welchem Zeitraum befindest du dich im Auslandssemester?
August 2008 - Januar 2009
- Welche größeren Orte/Sehenswürdigkeiten außerhalb hast du bereits gesehen?
Great Ocean Road, Torquay, Lorne, Appolo Bay, Warrnambool, Grampians National Park, 12 Apostels
- Was möchtest Du noch sehen?
Tasmanien, Kangaroo Island, Adelaide, Alice Springs, Uuluru (Ayers Rock), Kata Tjuta (Olgas), Kakadu National Park, Kings Canyon, Devils Marbles, Litchfield National Park, Darwin, Cairns, Mission Beach, Whitsunday Island, Fraser Island, Brisbane, Sydney, Canberra…und alles was sonst noch so auf dem Weg liegt
- Was war das bisher beste Erlebnis?
Unser Ferientrip die Great Ocean Road entlang
- Welches (deutsche) Lebensmittel suchst du noch verzweifelt?
Eiskaffeepulver
- Was ist dein Lieblingskurs?
Photography in Communication Design…weil ich sowieso super gerne fotografiere und in diesem Kurs wunderbar Arbeit mit Vergnügen verbinden kann
- Ein Unterschied beim Studieren im Vergleich zu Deutschland?
Manche Lehrkräfte schreiben Rundmails an die Studenten, dass man doch bitte Zettel mit seinem Namen auf alle Unterlagen/Gegenstände kleben soll, damit man weiß wem es gehört, wenn mal wieder was im Computerraum vergessen wird (was hier häufig passiert)
- Verständigungsprobleme?
Nur wenn fieser Aussie-Slang ausgepackt wird
- Wieviel Grad zeigt das Thermometer draußen gerade?
Ein Thermometer haben wir hier nicht, aber das Online-Wetter meldet irgendwas um 15°C
- Strand oder Swimming Pool?
Strand natürlich
Hier noch 2 optionale Fragen für alle Furtwangener:
- Vermisst Du Furtwangen?
Schon ein wenig…vor allem meine Mitbewohner Jens und Mo und den Phuong und natürlich alle anderen auch
- Freust Du dich wieder auf Furtwangen?
Ja, das tu ich
Und ein abschließender Gruß für alle:
- Ein Kurzgruß an die Zurückgebliebenen in der Heimat?!
Macht euch warme Gedanken und wühlt euch durch den Schnee
bis Bald…!
Ich werfe das Stöckchen mal an Alex in San Francisco und Sebbl in Neuseeland weiter *aushol.und.schmeiß*
Geschrieben
von
Lucie in
Allgemein am
31. Oktober 2008
Wahnsinn, wie die Zeit vergeht…vor genau 3 Monaten bin ich in Melbourne angekommen und nun ist schon die Hälfte der Australienzeit vorbei.
Zeit für eine kleine Zwischenbilanz:
- ich habe die ersten 3 Monate in einem fremden Land überlebt
- ich habe mir seit langem mal wieder mit Jemandem (Paul) das Zimmer geteilt (das letzte Mal vor ca. 10 Jahren mit meiner kleinen Schwester
)
- 3 Monate sind lang und gleichzeitig kurz
- der australische Winter war kälter und länger als ich dachte
- ich dachte eigentlich jetzt um die Zeit wäre es schon viel wärmer, ich trag aber immer noch meistens meinen Frühlingsmantel
- ich hab mich ganz gut daran gewöhnt, dass hier alles andersrum ist und warte nicht mehr auf der falschen Straßenseite auf die Tram
- ich fange langsam an, den Leuten auf dem Gehweg nach links auszuweichen (nach rechts führt zu Kollisionen)
- ich habe einen Marmorkuchen gebacken ohne Waage oder jegliches Küchenwerkzeug und es war der beste Kuchen, den ich je gebacken hab
- ich habe Kängurus gesehen, gestreichelt und gefüttert
- ich mag meine neue Frisur
- ich frühstücke jeden Morgen
- ich esse sogar Müsli!!!
- ich habe bisher 63 Blogeinträge geschrieben, zu diesen gab es 200 Kommentare
- ich hätte nicht gedacht, dass es so schwer ist Australier kennenzulernen. Nach drei Monaten kann ich nicht wirklich sagen, dass ich irgendwelche Australier kenne (ich meine jetzt welche, mit denen man mehr als ein paar Sätze gewechselt hat)
- eine 2 1/2 monatige Reise ist gar nicht so einfach zu planen
- ich freue mich schon auf eine “harte” Bettmatratze in Deutschland, wo ich nicht erstmal 20 cm einsinke, wenn ich mich reinlege
- Australien ist für große Frauen die reinste Shoppingkatastrophe, da kann man sich die Füße ablaufen und findet NIX. Wenn man Glück hat, dann höchtens ein T-Shirt. Aber nix mit Jeans, Kleidchen, Sneakers,… Noch schlimmer als in Deutschland. Blöd, wenn man eigentlich vorhatte hier einzukaufen und fast nix mitgenommen hat
- in Melbourne gekaufte Kleidungsstücke von August - Oktober: 1 Shirt
- Ausbeute an der Great Ocean Road: 2 Shirts, 2 Pullis (immerhin)
- australisches Internet ist furchtbar langsam…zum Ende des Monats hin kann man froh sein, wenn sich eine Website innerhalb von 5 Minuten aufschlägt. Manchmal schlägt sich auch gar keine Seite mehr auf und die Verbindung ist fast komplett tot - außer ICQ geht dann nix mehr.
- ich habe mich bei Facebook angemeldet, obwohl ich das nieeeeee wollte…aber da kommt man hier nicht drumrum
- gestern habe ich endlich die NEON-Ausgabe von August gelesen, die ich eigentlich auf dem Hinflug lesen wollte
- meine Kamera ist die Beste!
Zukunftsaussichten:
- nächste Woche sind die letzten Vorlesungen
- in 13 Tagen kommt Matze
- in 14 Tagen ist die letzte Projektabgabe
- in 18 Tagen verlassen wir Melbourne und die große Reise geht los
- in 3 Monaten fliegen wir zurück nach Deutschland
Kaum zu glauben, aber in drei Wochen ist die Uni schon vorbei. Bis dahin heißt es nochmal ordentlich ranklotzen. Zwei Flash-Projekte und das Fotobuch müssen bis dahin fertig sein. So bin ich zur Zeit viel damit beschäftigt mich mit Flash rumzuärgern, wenn es nicht so will wie ich. Und Fotos auszuwählen und mich über Angebote von Druckereien & Co. zu informieren. Viel Arbeit noch vor mir die nächsten Tage…
Letztes mal ging es um die Themen “Portrait” und “White Balance”.
Bei Portrait waren natürlich Menschen gefragt, ist ja klar
Bei “White Balance” ging es darum, den Weißabgleich absichtlich falsch einzustellen um zu schauen, welche Auswirkungen dies auf das Foto hat.
Stellt man zum Beispiel draußen bei Sonnenlicht einen Weißabgleich für Kunstlicht ein, dann werden die Farben fast neonartig und wirken unnatürlich. Stellt man “Schatten” oder “Wolken” ein, werden die Farben dagegen sehr warm. War auf jeden Fall interessant da rumzuprobieren und wenn man einen bestimmten Effekt erreichen will, dann kann es durchaus sinnvoll sein, den Weißabgleich falsch einzustellen
Hier ein paar der Bilder:
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Juhu. Nachdem ich schon neidisch auf Christophs “Finn Brød” war, habe ich vor einiger Zeit auch eine tolle Entdeckung hier gemacht. Es gibt hier in Australien ja eigentlich nur weiches toast-artiges Weißbrot. Pfui. Allerdings habe ich vor ein oder zwei Wochen köstliches 7-Korn-Brot mit leckerer Kruste entdeckt! Da ich es letztes Mal schneller verputzt hab als ich zur Kamera greifen konnte, gibt es jetzt beim zweiten Mal ein Bild
Es ist wirklich super lecker und dafür lohnt es sich auch mal ein bisschen weiter zu laufen (gibts in der Gegend vom Strand
) Achso, entdeckt habe ich das Brot übrigens im Delikatessenladen! Hahaha…!

“Echtes” Brot!