Tour 2: Alice Springs to Darwin
TAG 4 - 11.12.2008:
Heute begann der zweite Teil unserer Tour, bei dem wir zwischen Alice Springs und Darwin stolze 1503km zurücklegen mussten. Die nächsten 3 Tage saßen wir also recht viel im Bus um die weite Strecke zu fahren. Und es ging immer nur geradeaus! Ziemlich einschläfernd. Es gab nicht so viel zu sehen, wie auf der ersten Tour, aber es war trotzdem okay und unser neuer Tour-Guide David war sehr nett. Die Gruppe war fast komplett neu und nur noch 13 Mann groß. Hier haben wir auch Sascha aus Freiburg kennen gelernt.
Der erste kurze Stopp war am Tropic of Capricorn - dem Wendekreis des Steinbocks, der den Beginn der Tropen markiert.

Am Tropic of Capricorn
Ein paar Stunden später erreichten wir die Devil’s Marbles - Murmelförmige große Felsbrocken, bei denen man sich schön austoben kann
Obwohl es unerträglich heiß war, sind wir durchgelaufen und haben uns die “Murmeln” angeschaut

Devil’s Marbles #1

Devil’s Marbles #2

Devil’s Marbles #3
Abends kamen wir in unserem Camp in Banka Banka - irgendwo im Nirgendwo - an und es gab das beste Dinner der ganzen Tour: köstliche Gemüselasagne, Kartoffeln überbacken mit Zwiebeln und Käse und leckeren gemischten und Krautsalat. Da haben wir uns ordentlich den Bauch vollgeschlagen
In diesem Camp gab es in den Zelten sogar richtige Betten - das einzige Mal in den 9 Tagen. Durchschlafen konnten wir allerdings nicht, da es nachts einen Sturm gab.
Hier die Bilder von Tag 4:
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TAG 5 - 12.12.2008:
Nach dem Frühstück ging es los zum berühmten Daily Waters Pub, einer Kneipe mitten im Nirgendwo, die mit allerlei Souvenirs dekoriert ist, die Touristen hinterlassen haben.

Daily Waters
Danach kamen wir am ehemaligen 1. internationalen Flughafen an, wo unser Guide David spontan ein kleines Rennen auf der Startbahn hingelegt hat. Abgehoben sind wir allerdings nicht
Unser nächstes Ziel war der Thermal Pool in Mataranka, wo wir uns ein bisschen abkühlen wollten - jedoch war das Wasser nicht sehr kalt. Viel interessanter als der Pool waren die 250.000 Fledermäuse, die überall an und in den Bäumen hingen und einen riesen Krach veranstaltet haben

Mataranka Thermal-Pool

Ein paar der 250.000 Fledermäuse

Nochmal Fledermäuse
Dann ging es wieder eine Weile in den Bus. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr man sich bei dieser knallenden Hitze über einen Bus mit Klimaanlage freut!
Nach einer Weile kamen wir bei Bitter Springs an, einem besonderen Ort. Laut unserem Guide gab es hier einen Fluss mit einer Strömung, wo man sich treiben lassen konnte. Es gab einen Anfangspunkt, einen Mittelpunkt, wo man raus konnte und einen Endpunkt. Er meinte nur noch “If you like it, do it again!” Also sind wir los. Als wir beim Wasser ankamen, haben wir uns überlegt, ob wir in diesen Tümpel wirklich rein wollen aber da David ja gemeint hatte, dass es lustig wäre sind wir mal rein. FEHLER! Das war die ekligste Aktion auf der ganzen Tour. Das Wasser war voll mit schleimigen Algen und glitschigen Baumstämmen, es hat gestunken und die Strömung war sehr langsam. Man hat von überall nur “iiiihhhh!”-Rufe gehört und wir waren froh, als wir wieder draußen waren. Gemacht hats übrigens keiner öfter als einmal
Danach haben wir uns auf den Weg nach Katherine gemacht, wo wir diese Nacht schlafen würden. Auf dem Weg dorthin kamen wir nochmal an einem Pool vorbei - Matze ist kurz reingesprungen

Nochmal baden
Dann sind wir das letzte Stück zum Camp gefahren. Da ein anderes Camp geflutet war, waren alle Gruppen in diesem Camp, was ziemlich eng wurde. Es gab hier 4-er-Zelte, die alle voll belegt wurden. Zum schlafen kamen wir nicht wirklich, da es erstens furchtbar heiß und schwül war und wir zweitens zwei Schnarcher im Zelt hatten
Hier die Bilder von Tag 5:
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TAG 6 - 13.12.2008:
Am dritten Tag sind wir zu den Edith Falls gefahren. Da es die letzten Tage geregnet hatte, war der Wasserpegel ziemlich hoch und der Wasserfall daher nicht besonders spektakulär

Edith Falls
Danach wollten wir in der Katherine Gorge auf dem See Kanu fahren. Als wir schon fast in den Kanus saßen, hat die Frau am Verleih noch so nebenbei erwähnt, dass es hier Krokodile gibt. Zwar nur Freshies, die angeblich nix machen, aber etwas mulmig war uns schon. Wir sind dann einfach mal losgepaddelt. Nach einer Weile wurde der Himmel dunkelgrau und es fing an zu regnen. Da wir ja eh schon nass waren, wollten wir trotzdem bis zum Ende durchpaddeln. Es sah auch recht nett aus, wie jetzt plötzlich von den Felsen überall Wasserfälle runterkamen. Irgendwie regnete es aber immer mehr und mehr und es ging ein heftiges Gewitter los. Ich glaub so einen lauten Donner hab ich noch nie gehört. Die ersten Kanus sind umgedreht, aber wir wollten noch nicht aufgeben. Als dann allerdings noch richtig grelle Blitze dazukamen und es sich anhörte, als würden die alle direkt neben uns einschlagen, haben wir beschlossen zurück zu paddeln. Da es regnete wie verrückt, sah ich schon unser Kanu im Kathrine River untergehen. Aber irgendwie haben wir es tatsächlich wieder bis zum Kanuverleih geschafft, wo mittlerweile statt der Treppe ein Wasserfall war

Nach der Kanu-Fahrt
Als wir uns wieder trocken gelegt hatten, sind wir mit dem Bus den Rest des Weges bis nach Darwin gefahren. Das Hostel, in das uns die Tour gesteckt hat, war nicht gerade der Hit und direkt vor unserer Türe fand eine Party statt, sodass wir mal wieder nicht so richtig zum schlafen kamen.






