Archive for the Queensland category
Noosa
11. + 12. JAN 2008:
Morgens sind wir mit dem Bus weiter nach Noosa gefahren, wo wir zwei Tage verbringen wollten. Unser Hostel war gut, es gab nur irgendwie keine Steckdosen! Da es heiß war, waren wir am Strand baden. Der Strand war zwar ganz schön, aber gnadenlos überfüllt! So haben wir uns gleich in die Fluten gestürzt. Die Wellen hier waren gigantisch und man wurde ordentlich durchgespült. Eine Welle war besonders böse und hat mich ganz schön verspult - Nasenspülung inklusive! Die Welle hatte mich so fies erwischt, dass ich sogar Kopfweh hatte und erstmal raus musste. Ging aber bald wieder
Mir kam aber noch ca. 2 Stunden später Salzwasser aus der Nase
Beim Einsteigen in den Greyhound nach Brisbane haben wir Sascha von der Outback-Tour getroffen, der gerade aus dem Bus ausgestiegen ist - lustig
Hab ich eigentlich erwähnt, dass ich immer noch Husten hab?! Ja, den bin ich seit ich in Cairns krank war, irgendwie nicht mehr richtig losgeworden
Brisbane
13. - 15. JAN 2008:
Von Noosa ging es weiter nach Brisbane. Nachdem Paul hier schon schlechte Erfahrungen mit Bedbugs im Hostel gemacht hatte, hofften wir, dass unser Hostel gut ist und wir hatten Glück!
Brisbane an sich war ganz schön, aber von den Socken gehauen hat es uns nicht - bin froh, dass ich mein Auslandssemester in Melbourne gemacht hab
Die Tage in Brisbane haben wir damit verbracht die Stadt zu erkunden. So sind wir einmal zu Fuß am Flussufer entlang hinter die Story Bridge gelaufen, von wo wir eine schöne Aussicht auf die Brücke und die Skyline hatten. Dabei haben wir ein paar Leute beim “Bridgeclimb” beobachtet.

Brisbane Skyline + Story Bridge

Bridgeclimb #1

Bridgeclimb #2
Ein anderes Mal haben wir uns Brisbane vom Wasser aus angeschaut - mit der Citycat. Die Citycat ist eine Fähre auf dem Fluss und verkehrt dort wie ein normales Verkehrsmittel und hält an verschiedenen Stationen. Wir haben uns zum Beispiel die Southland Parklands angeschaut, wo es einen schön gestalteten künstlichen Stadtstrand gibt.

Citycat

Southland Parklands
Da es die letzten Tage unglaublich heiß und wolkenlos gewesen war, haben wir uns für unseren letzten Tag in Brisbane einen Ausflug in den Wet ‘n Wild Wasserpark an der Gold Coast gebucht, um uns mal abzukühlen und auszutoben. Leider trat am Morgen unseres Ausflugs das gewohnte Schlechtwetterphänomen ein, das immer dann eintrifft, wenn Lucie und Matze einen Ausflug planen! Somit ging unser toller Wasserpark-Ausflug komplett in die Hose! Es war ar***kalt und der Himmel war voll mit grauen Wolken
Wir sind zwar trotzdem einige Sachen gerutscht, aber wirklich toll war’s bei der Schweinekälte nicht. Irgendwann hat’s dann auch noch angefangen zu regnen und der kalte Wind wurde schon fast zu einem Sturm. Das war das erste Mal, dass ich im Pulli im Freibad saß und mich mit sämtlichen Handtüchern zugedeckt hatte, die wir dabei hatten… Frostbeulen statt Erfrischung - was für ein Reinfall
Das Unglaubliche war, dass wir es an diesem miesen Tag tatsächlich geschafft haben, uns einen Sonnenbrand zu holen! Und das obwohl die Sonne insgesamt über den Tag verteilt vielleicht höchstens 15 Minuten durch die dicken grauen Wolken durchgescheint hatte! Hier in Australien brennt die Sonne echt ganz anders als bei uns…hmmpf!
Nach dieser Pleite war es höchste Zeit, Brisbane zu verlassen
Hier die Bilder von Brisbane:
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Byron Bay
18. - 20. JAN 2008:
Bevor wir die letzten Tage in Sydney und Melbourne verbringen, wollten wir nochmal ein paar Tage am Strand relaxen. Es war jedoch unglaublich schwer, überhaupt eine Unterkunft für Byron Bay zu bekommen, da um diese Zeit alles gnadenlos ausgebucht ist und die Preise je nach Lust und Laune in die Höhe getrieben werden. Wir haben unzählige Anrufe getätigt, aber nirgends war etwas frei. Bei manchen Hostels war nur noch der Anrufbeantworter dran, dass in nächster Zeit alles ausgebucht ist. Am Ende haben wir dann gerade noch das letzte Zimmer bekommen - ein Doppelzimmer im YHA Hostel für unverschämte 115$ pro Nacht!!! Das ist der gleiche Preis, den wir Weihachten für unser Deluxe-Appartment im 4.5-Sterne-Hotel bezahlt haben und hier hatten wir dafür nur ein kleines Zimmer mit Dusche auf dem Gang. Schon ein krasser Unterschied.
In Byron Bay hatten wir dann nochmal zwei richtig tolle Strandtage, die wir mit rumliegen und in den Wellen rumhüpfen verbracht haben
Außerdem haben wir eine kleine Wanderung zum Leuchtturm am Cape Byron gemacht. Der Strand in Byron Bay war zwar richtig schön, aber warum so ein riesen Hype um den Ort gemacht wird, war uns nicht ganz klar.

Byron Bay Beach

Der östlichste Punkt Australiens

Cape Byron Lighthouse
Am dritten Tag haben wir Abends den Nachtbus von Byron Bay nach Sydney genommen - 14 Stunden Fahrt, uaaah! Beim Verlassen des Hostels haben wir mal wieder Sascha getroffen - irgendwie geben wir uns immer die Klinke in die Hand
Hier die Bilder von Byron Bay:
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TAG 1 - 09. JAN 2008:
Morgens wurden wir von einem Shuttle-Bus abgeholt, der uns zur Fähre brachte. Im Bus haben wir gleich Lena und Kathi, sowie ein paar andere Leute, die auch die CoolDingo-Tour machten, kennen gelernt. Die Fahrt mit der Fähre dauerte nicht allzu lange und schon waren wir auf Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt! Dort wurden wir sofort von unserem Tour-Guide Peter begrüßt und es ging gleich in den Bus. Die Gruppe war zwar etwas groß, was aber nicht so schlimm war, da wir gleich einige nette Leute kennen gelernt haben, mit denen wir die nächsten 3 Tage verbracht haben
Unser Guide Peter war einfach der Hammer! Er hat uns pausenlos mit Witzen und lustigen Geschichten bei Laune gehalten - wir haben uns die ganze Zeit gekringelt vor Lachen. Einfach nur cool! Peter macht die Fraser-Tour schon seit 13 Jahren aber scheint immer noch eine Menge Spaß daran zu haben.Seit einigen Jahren macht er aber nur noch eine Tour pro Woche und ist sonst Fotograf - vielleicht ist das das Geheimnis
Wir fanden Peter auf jeden Fall super cool
Das Fahren auf den riesigen Sandhügeln war sehr lustig, da man kräftig durchgeschüttelt wurde
Nach ein paar Minuten haben wir dann auch schon das erste “gestrandete” Self-Drive-Auto gesehen *grins*.

Turbulenzen
Unser erstes Ziel für heute war der Basin Lake, ein smaragdgrüner See mit glasklarem Wasser! Nachdem wir dort ein Weilchen waren, haben wir einen kleinen Walk zur Central Station gemacht, einem Picknickplatz im Wald - dort gab es dann leckeren Lunch und O-Saft-Trinkerle
Außerdem haben wir einen großen Goana gesehen - eine Art Eidechse. Ein paar koreanische Girls meinten, sie müssen mit ihren Kameras ganz nah ran gehen, nur um kreischend wegzurennen, als es sich bewegt hat - haha

Basin Lake
Nach dem Lunch haben wir einen kleinen Walk durch den Regenwald zum Pile Valley gemacht. Dabei wurden wir ganz schön verstochen, da wir leider unser Insekten-Spray vergessen hatten. Und wir haben unsere erste Schlange in freier Wildbahn gesehen! Diese hat gerade eine Eidechse vernascht.

Lunch-Time
Danach sind wir wieder ein Stückchen weiter gefahren - zum Lake McKenzie. Die Mädels (Lena, Kathi und ich) haben hier erstmal ein kleines Nickerchen gemacht, während Matze mit der Kamera unterwegs war
So ein See mit Sandstrand ist echt mal was anderes. Zwischendurch wurden wir übrigens immer wieder mit Futter versorgt - Früchte hier, Muffins da…

Strand-Nickerchen
Später sind wir dann zur Wilderness Lodge, unserem Nachtquartier, gefahren bzw. über die Hügel gehoppelt. Die Unterkünfte waren echt super - wir waren mit zwei netten Schweizern im 4-er-Zimmer. Nach der Dusche und einem kleinen Schwätzchen ging es zum Dinner. Boah! Das Dinner-Buffet war gigantisch. Viele verschiedene Leckereien und soviel man wollte. Einfach nur köstlich! Danach saßen wir noch gemütlich mit den anderen in der Dingo-Bar zusammen, bevor es in die Betten ging.
Hier die Bilder von Tag 1:
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TAG 2 - 10. JAN 2008:
Am zweiten Tag ging es endlich an den Strand
Wir sind mit unserem 4WD-Bus den 75-Mile Beach entlang gefahren - einfach auf dem Sand neben dem Meer! Teilweise sogar IM Meer, da heute große Wellen waren und das Wasser sehr weit ans Ufer kam. Wir hatten jede Menge Spaß
Die ersten beiden Stopps waren Eli Creek, wo man sich in der Strömung treiben lassen konnte und die Pinnacles coloured Sands.
Danach ging’s zum Indian Head. Dort sind wir auf ein paar Felsen geklettert und konnten dann direkt runter aufs Meer schauen.

Indian Head
Nach dem Lunch sind wir weiter zu einem der Higlights gefahren - den Champagne Pools. Diese sind von Felsen umgebene Wasserpools direkt neben dem Meer und wenn eine Welle rüberschwappt, dann gibt’s Blubber! Sehr cool!
Da konnte man es auf jeden Fall eine Weile aushalten. Irgendwann hat mich was mehrmals in den Fuß gebissen, aber keiner hat’s geglaubt, pfff! Bis Kathi auch angeknabbert wurde! Es war wohl ein hungriger Fisch, der uns mit Futter verwechselt hat. Man hat sogar hinterher ein paar kleine Bisswunden gesehen.

Champagne Pools
Als wir genug geplantscht hatten, sind wir weiter zum Maheno Shipwreck gefahren, einem auf Fraser Island gestrandeten Schiffswrack. Echt schwer hier ein paar Fotos ohne Menschen hinzukriegen, da bei sowas irgendwie alle immer gleich drauf rumklettern müssen (eigentlich verboten!).

Maheno Shipwreck #1

Maheno Shipwreck #2

Maheno Shipwreck #3
Danach ging’s dann wieder langsam zurück. Da die Leute, die nur 2 Tage blieben ihre Fähre bekommen mussten, hat Peter es ein bisschen krachen lassen
Plötzlich gab es ein komisches Geräusch am Bus und wir mussten halten - ein Luftschlauch war rausgesprungen. Kein Problem für Peter - raus aus dem Bus, Schlauch einstecken, rein in den Bus, weiter! Das passierte nun alle paar Minuten und Peter wurde ordentlich auf Trab gehalten *grins* Wir haben es aber trotzdem pünktlich zurück geschafft.
Nach einem erneut grandiosen Buffet-Dinner und einem gemütlichen Abend in der Dingo-Bar sind wir nach einem gelungenen Tag in die Betten gekrochen.
Hier die Bilder von Tag 2:
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TAG 3 - 11. JAN 2008:
Heute war leider schon der letzte Tag unserer genialen CoolDingo-Tour. Auf der Fahrt haben wir an einem Baum gehalten, der aussah wie ein Drachenkopf. Dann sind wir zu Lake Wabby gefahren - einem See umgeben von Wald und Unmengen von Sand. Von einem Lookout aus konnten wir sowohl den See, als auch das Meer sehen - dazwischen Sanddünen. Da es mega heiß war, haben wir uns erstmal im kühlen See abgekühlt

Lake Wabby, die Sanddünen und das Meer

Wüstenwanderung
Danach gab’s zu unserer Überraschung keinen normalen Lunch, sondern einen köstlichen Buffet-Lunch in einem Restaurant! Wow, also was das Essen angeht war diese Tour auf keinen Fall zu übertreffen
Nach dem Essen sind wir dann zu unserem letzten Stopp - Lake Birrabeen - gefahren, um noch einmal zu baden.
Eigentlich ging es dann mit der 5-Uhr-Fähre zurück, aber da Peter meinte, wir könnten auch die 8-Uhr-Fähre zurück nehmen und nochmal am Buffet-Dinner schlemmen, ließen wir, Lena und Kathi uns das natürlich nicht entgehen!
Vor dem Dinner waren wir dann noch im Swimming-Pool des Resorts und haben im Whirpool relaxt. Wundervoll
Danach beim Dinner haben wir nochmal ordentlich reingehauen und noch ein Schwätzchen mit Peter gehalten. Da Lena und Kathi sparen mussten, wurden sie noch mit Müsli-Riegeln ausgestattet

Wir mit Peter, Lena und Kathi

Kathi und Lena mit Müsli-Riegel-Beute
Danach mussten wir Fraser Island leider wirklich verlassen - wir wären am liebsten noch ne Woche geblieben, so toll war die Tour!
Hier die Bilder von Tag 3:
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08. JAN 2009:
Da unser Greyhound von 1770 nach Hervey Bay schon um 6.30 fuhr, mussten wir früh raus. Es hat in Strömen gepisst und wir mussten ca. einen halben Kilometer zur Bushaltestelle laufen. Heute war der Tag an dem ich zum ersten Mal mein Regencape für den Trekking-Rucksack ausprobiert hab. Da wir unsere Regenjacken mit Kapuze anhatten, kamen wir halbwegs trocken am Bus an. Von 1770 nach Hervey Bay waren es nochmal ca. 5 Stunden Fahrt *gähn*. In Hervey Bay angekommen, haben wir erstmal beim Hostel angerufen, ob sie uns abholen können. Der Typ war aber irgendwie zu faul und meinte wir sollen beim Bus von einem anderen Hostel fragen, ob sie uns mitnehmen. Die haben nur gemeint, das würden die immer sagen, haben uns aber mitgenommen.
Als wir dann beim Hostel ankamen, haben wir erstmal ein bisschen ungläubig geguckt, da es am Hintereingang war und eher nach einer alten Werkstatt als nach einem Hostel aussah. Innen drin sah’s dann aber irgendwie aus wie im Stall! Unser 4-er-Dorm war sehr klein, aber mit hoher Decke und oben einer Klappe, die man aufmachen konnte, wenn man an einem Seil gezogen hat. Der Hammer war ja, dass an der Klimaanlage ein Kästchen dran war, mit der Aufschrift für zwei Stunden Betrieb müsse man 2$ reinschmeißen. Sowas haben wir ja noch nicht erlebt! Überhaupt musste man in diesem Hostel alles extra bezahlen…Geschirr gab’s nur gegen Pfand - dieses musste man dann sauber wieder zurück bringen. Schön nur, wenn man das Geschirr dreckig bekommt und schon VOR dem Essen spülen muss - also insgesamt zweimal. Auch das Einschließen von Gepäck, was bisher in jedem Hostel kostenlos gewesen war, kostete hier 2$ pro Tag. Nervig.

Stall-Klappe

Klimaanlage gegen Geld
Unternommen haben wir an diesem Tag nicht mehr viel. Wir haben nur noch ein bisschen Essen eingekauft und unsere Sachen für den 3-tägigen Fraser Island Trip gepackt. Da sich heute auch wieder niemand bei mit gemeldet hatte, habe ich schon langsam damit angefangen mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass meinen iPod wohl einfach jemand eingesteckt hatte
Abends waren wir dann noch kurz im Internet um unsere E-mails zu checken. Und siehe da, ich hatte eine E-mail von Greyhound, dass mein verschwundener iPod aufgetaucht war und ich ihn in Brisbane abholen konnte, sobald ich dort war! Juhu!!! Da war ich dann wieder happy
Endlich mal Glück gehabt
Irgendwie wollte uns für Fraser Island jeder eine sogenannte Self-Drive-Tour andrehen, bei der 11 Leute in ein Auto gepackt werden und mit Zelten im Gepäck selbst die Insel erkunden. Da uns das nicht so ganz geheuer war, hatten wir uns lieber für eine geführte 3-Tages-Tour mir Cooldingo entschieden. Was definitiv die richtige Entscheidung war!
In dem Hostel, wo uns Peter Pan für diese Nacht untergebracht hatte, waren wir scheinbar die einzigen, die KEINE Self-Drive-Tour gemacht haben. Denn abends war plötzlich alles voll mit Leuten, die für diesen Spaß eingewiesen wurden. Wir hatten einen Tag vorher noch von Leuten, die das gemacht hatten gehört, dass es wohl nicht das gelbe vom Ei sei - so ist einer Gruppe gleich am Anfang das Auto kaputt gegangen und sie mussten ganze 7 Stunden ausharren, bis endlich mal jemand kam, um es zu reparieren - der erste Tag war so schonmal hin. Bei der Einweisung im Hostel haben wir dann mitbekommen, dass es auch nicht so günstig ist, wie es einem verkauft wird, da scheinbar noch einiges an versteckten Kosten dazu kam. So sind wir mit einem guten Gefühl ins Bett gegangen
Mit Schlafen war es allerdings in dieser Nacht mal wieder nicht so viel. Wir hatten zwei Mädels im Zimmer, die am nächsten Tag die Self-Drive-Tour starteten. Diese haben mitten in der Nacht angefangen ihr komplettes Gepäck auszupacken, stundenlang zu sortieren und wieder einzupacken. Gegen 4 Uhr morgens brach ein riesen Krach im kompletten Hostel aus - Getrampel, Türenschlagen, Föhnrauschen und laute Unterhaltungen. Da es im ganzen Hostel nur 3 Männer- und 3 Frauenduschen gab und ALLE nochmal duschen wollten, musste man sich wohl schon sehr früh in die Warteschlange einreihen. Unsere Mädels haben dann aus uns unerklärlichen Gründen NOCHMAL ihr komplettes Gepäck aus und wieder eingepackt *Fragezeichen*. Als es endlich ruhig war, klingelte unser Wecker *grrrr*
07. JAN 2009:
Gegen Mitternacht sind wir mit dem Greyhound Nachtbus von Airlie Beach nach 1770 gefahren - etwa 10 Stunden Fahrt lagen vor uns. Wir haben’s uns so gut es ging im Bus bequem gemacht und haben versucht zu schlafen, was nur teilweise gelang, aber immerhin. Zwischendurch hab ich mit meinem schönen roten iPod Musik gehört, aber um 6 Uhr morgens war dann leider der Akku leer und ich habe ihn in meine Jackentasche gesteckt. Das war das letzte Mal, dass ich ihn sah. Irgendwann haben wir an einer Tankstelle gehalten. Eigentlich sollte es gleich weitergehen, aber irgendwie war plötzlich der Bus kaputt und wir mussten auf den Automechaniker warten. Eine Stunde lang passierte erstmal gar nichts. Der Automechaniker kam nicht, dafür aber ein anderer Bus. Wir mussten also in den anderen Bus wechseln und dann ging es endlich weiter und wir kamen ziemlich bald an dem Stopp an, wo wir von einem Shuttlebus abgeholt und nach 1770 gebracht wurden.
Der Shuttlebus + Fahrer war total lustig. Es kam chillige Musik und in dem alten klapprigen Bus hingen überall Blumenketten im Hawaii-Stil
Achja, 1770 ist übrigens ein Ort!
Als wir dort in unserem Hostel 1770 Backpackers ankamen, waren wir echt positiv überrascht, denn das Hostel war super! Die Leute an der Rezeption waren total nett und unser 6-er Zimmer war riesig, schön und sauber
Überhaupt herrschte hier eine total lockere Atmosphäre und es gab nichtmal Zimmerschlüssel. Dafür bunte Kinderbettwäsche
Wir haben uns also riesig gefreut, dass wir ein super Hostel erwischt hatten und waren gut drauf. Da wir noch müde von der langen Busfahrt waren, wollten wir vor dem Weg zum Strand noch ein kleines Nickerchen machen. Währenddessen wollten wir mal meinen iPod aufladen, damit der für die Weiterfahrt wieder einsatzbereit war. Ja, der iPod…wo war er denn nur?! WEG! Meine Jackentasche war leer…scheinbar war er irgendwo rausgefallen! Da war die gute Laune natürlich gleich wieder hin
Blöd war nur, dass es unzählige Möglichkeiten gab, an dem er verloren gegangen sein könnte:
- den ersten (kaputten) Greyhound Bus
- den zweiten Greyhound Bus
- die Stelle, an dem wir vom Greyhound Bus in den Shuttlebus umgestiegen sind
- den Shuttlebus
Von irgendwelchen Tankstellen, an denen wir zwischendurch gehalten haben, fang ich jetzt mal gar nicht an.
Wir sind also erstmal zur Rezeption, um die Telefonnummer vom Shuttlebus zu erfragen. Dann habe ich dort angerufen und gefragt, ob etwas gefunden wurde. Nach ein paar Minuten riefen sie zurück, dass sie nichts gefunden haben. Die Frau von der Rezeption war super nett und hat dann für mich beim Greyhound angerufen um zu fragen, ob dort etwas gefunden wurde. Dort meinten sie dann, sie würde es prüfen und sich dann bei mir auf dem Handy melden. Also mussten wir abwarten. Es meldete sich aber erstmal keiner und meine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit meinem iPod schwand.
Nachdem ich ein wenig um meinen iPod getrauert hatte, sind wir trotzdem noch zum Strand gelaufen um eine Runde zu baden, denn hier konnte man nun endlich mal ohne Stingersuit ins Wasser, da die Quallen nur in wärmeren Gewässern im Norden sind. Dafür gibt’s halt hier mehr Haie *aaaahhh* Es war voll cool, endlich mal richtig im Meer zu baden und Wellen gab’s auch
Später sind wir wieder ins Hostel, um Abendessen zu kochen. Es hatte sich immer noch keiner gemeldet. Da abends nochmal ein Shuttlebus vom Hostel zu der gleichen Stelle fuhr, um neue Reisende vom Greyhound abzuholen, sind wir mitgefahren, um am Umsteigeplatz nach meinem iPod zu suchen. Mit Taschenlampe und Handylampe bewaffnet haben wir alles abgesucht und sogar die anderen Leute aus dem Bus haben mitgeholfen. Aber wir haben nichts gefunden
Sind dann also wieder zurück zum Hostel gefahren und ins Bett.
TAG 1 - 04. JAN 2008:
Morgens um 8.40 Uhr wurden wir vom Shuttle-Bus abgeholt, der uns zum Hafen brachte. Leider war der Himmel immer noch grau und es sah nicht besonders rosig aus. Als wir am Hafen ankamen ging es auch gleich an Bord und wir wurden von Captain Chris und Skipper Mark begrüßt. Unser Segelboot Ron of Argyll wurde 1928 in Schottland gebaut und sogar Marilyn Monroe ist schon damit gesegelt. Laut unserem Skipper hatten wir das Bett, in dem Marilyn Monroe 1958 geschlafen hat
Die Menschen früher mussten allerdings sehr klein gewesen sein, denn wir hatten nicht viel Platz im ca. 1,20 x 1,80 Bett. Ich lag an beiden Seiten genau bis zum Anschlag drin, bei Matze sah es dagegen übler aus.

Ron of Argyll auf hoher See

Unser Bett
Unser kleines, aber feines Grüppchen bestand neben uns noch aus einem Pärchen aus der Schweiz, Marian aus Marburg, fünf Freunden aus England und einen Pärchen aus Holland. Alle waren nett
Die ersten zwei Stunden sind wir gesegelt und da das Meer etwas stürmisch war, hat alles sehr gewackelt und wir sind kräftig nass geworden - von den Wellen und vom Regen! Zum Glück verwandelte sich der Regen in Sonnenschein als wir an unserem ersten Ankerort, dem berühmten Whitehaven Beach ankamen. Dort gibt es schneeweißen Sand, der so fein ist, wie wir es vorher noch nirgends gesehen haben. Dort durften wir nach dem Lunch dann für ein Weilchen an Land gehen, um den Strand erst von einem Lookout aus anzuschauen und dann zum Beach runterzugehen. Wunderschön einfach nur
Wir wären gerne geschwommen, aber wie bereits erwähnt ist ja gerade Quallensaison - wir haben uns nur mit den Füßen ins Wasser getraut
Baden geht in der Quallensaison nur im Stingersuit und das ist irgendwie nicht das gleiche. Also haben wir uns ein bisschen in die Sonne gelegt und relaxt

Whitehaven Beach #1

Whitehaven Beach #2

Whitehaven Beach #3
Später hat uns der Captain wieder mit einem kleinen Motorboot abgeholt und zurück zum Segelboot gebracht. Danach sind wir noch ein Stück zu unserem Ankerpunkt für die Nacht gesegelt. Als wir ankamen gab’s erstmal ein paar Knabbereien während unser Skipper das Abendessen zubereitet hat. An dieser Stelle muss ich mal erwähnen, dass das Essen auf dem Boot wirklich sensationell war, vor allem wenn man bedenkt, dass man auf einem Boot nur sehr begrenzte Möglichkeiten hat, was die Zubereitung angeht. Das Essen war immer superlecker und sehr liebevoll dekoriert
Nach dem Abendessen konnten wir dann zum ersten Mal die Dusche ausprobieren. Ja die Dusche…dazu hier ein Suchbild:

Wo ist die Dusche?
Ja genau, das da neben dem Waschbecken ist ein Duschkopf und geduscht wurde quasi auf dem Klo. Dieses war ca. 1qm groß und hatte ab 1,50m eine Schräge. Sehr abenteuerlich da drin zu duschen
Danach ging es in die Schlafkojen - wir hatten eine mit dem Schweizer Pärchen zusammen. In dieser Nacht haben wir allerdings nicht viel Schlaf bekommen. Dies hatte verschiedene Gründe:
- es war stürmischer Seegang und das Boot hat kräftig geschaukelt
- durch das starke Schaukeln hat überall irgendwas gequietscht
- durch das Schaukeln wurde uns schlecht
- ein paar Leute haben geschnarcht
- es war elendig heiß
- das Bett war zu klein
TAG 2 - 05. JAN 2008:
Da wir erst eingeschlafen waren, als es schon hell wurde, sind wir am nächsten Morgen noch etwas müde zum Frühstück gekrabbelt. Danach sind wir zu unserem ersten Schnorchel-Spot gesegelt. Das Meer war etwas stürmisch und das Boot hat so gewackelt, dass der erste sein Frühstück an die Fische “verloren” hat
Matze war’s auch ein bisschen schlecht, aber es ging noch. Am Schnorchel-Spot gab es einen riesigen blauen Fisch namens Elvis. Er sah zuerst ein wenig beängstigend aus, war aber ganz friedlich und hat sich über ein großes Stück Toast vom Captain gefreut
Im Vergleich zu Cairns hat uns das Riff weiter oben besser gefallen als hier. Dafür gab es viele Fische zu beobachten. Das einzige, was genervt hat, war das schlechte Schnorchel-Equipment, das schon sehr alt aussah und überall undicht war. Wenn nach 30 Sekunden schon die Nase unterwasser steht und es langsam zu den Augen reinfließt, macht’s halt nicht ganz so viel Spaß, aber naja! Als wir wieder an Bord waren, gab es wieder leckeren Lunch. Nachdem alle satt waren sind wir weiter zu einem zweiten Schnorchel-Spot, wo wir nochmal im Wasser waren.
Zwischendurch haben wir ein paar hungrige Fische mit Toastbrot gefüttert - das gab ein regelrechtes Fisch-Catchen

Fischfütterung
Später sind wir zu unserem nächtlichen Ankerpunkt gefahren, wo es zuerst noch den perfekten Sonnenuntergang zu beobachten geben sollte. Alle saßen gemütlich an Deck und haben zugesehen, wie die Sonne langsam unterging. Als es gerade am spannendsten wurde, kam plötzlich von rechts ein anderes Segelboot angefahren und hat sich tatsächlich einfach frech direkt vor unsere Nase gestellt und dort den Anker ausgeworfen! Gerade das hat uns dann aber noch ein paar besonders hübsche Fotos beschert
Marian und ich, beide mit einer EOS 450D bewaffnet, haben um die Wette geknipst
Nach dem leckeren Abendessen haben wir noch ein bisschen an Deck relaxt und in die Sterne geguckt
In dieser Nacht konnte zumindest ich gut schlafen
Matze leider wieder nicht, er hat’s sogar zwischendurch mal an Deck versucht
TAG 3 - 06. JAN 2008:
Heute sind wir zu einer Sandbank gesegelt, die bei Ebbe mit einer Inseln verbunden wurde. Der Captain hat uns zur Sandbank gebracht und wir sind von dort zur Insel gelaufen - teilweise durch’s Wasser. Drüben angekommen lagen wir noch ein Weilchen in der Sonne, bevor es wieder zurück auf’s Boot ging. Nach dem Lunch sind wir noch zu einem weiteren Schnorchel-Spot gefahren. Danach ging es dann nachmittags langsam wieder auf die Heimreise. Die Rückfahrt war sehhhhr wacklig und man hatte schon fast Mühe sich überhaupt an Deck zu halten
Gegen 16 Uhr kamen wir wieder im Hafen an und haben unser Segelboot verlassen. Der Trip hat uns super gefallen und wir hatten viel Spaß in den drei Tagen
Dann sind wir zurück zum YHA, wo wir nochmal eine Nacht gebucht hatten. Den Rest des Tages waren wir noch ein wenig wacklig auf den Beinen und es hat geschaukelt obwohl wir auf dem Festland waren - lustig
Auf jeden Fall waren wir froh wieder eine richtige Dusche nehmen zu können, um das ganze Salz und den Sand von uns abzuwaschen
Irgendwie gab es ein Problem mit der Gallery, musste die Bilder auf zweimal verteilen.
Segeln Teil 1:
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Segeln Teil 2:
(Danke an Marian für die letzten 5 Bilder: Captain Chris, Skipper Mark und wir
)
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Townsville
31. DEZ 2008 - 02. JAN 2009:
Nachdem wir zurück von Magnetic Island waren, mussten wir leider nochmal für zwei Nächte zurück in unser Double Deluxe. Wir hatten uns zwar beim Reisebüro, welches uns den Mist verkauft hatte, beschwert, aber leider konnten/wollten sie uns nicht in ein anderes Hostel umbuchen und Geld zurück hätte es auch nicht gegeben. Da der Spaß erstens nicht ganz günstig war und zweitens über Silvester sowieso alles so gut wie ausgebucht war, haben wir beschlossen irgendwie das Beste draus zu machen.
Da Townsville selbst nicht wirklich was zu bieten hatte, haben wir uns mit ein paar Knabbereien und Sekt eingedeckt, um auf dem Zimmer zu feiern. Leider war der Sekt nichtmal gut, sodass wir ihn mit O-Saft mischen mussten, damit er gut wurde
Nicht gerade unser bester Silvesterabend, aber was will man machen
An dieser Stelle wünschen wir allen noch ein frohes neues Jahr
Den Neujahrstag habe ich damit verbracht, endlich mal ein paar Blogeinträge nachzuholen. Unglaublich, aber wir haben tatsächlich das hosteleigene, eigentlich kostenpflichtige W-LAN umsonst reinbekommen. War wohl nicht richtig gesichert - gut für uns
Matze hat mich während dem Bloggen mit einem köstlichen Obstsalat versorgt - der war so gut, dass ich das hier unbedingt erwähnen muss
Am nächsten Morgen konnten wir dann endlich endgültig hier auschecken und uns wieder auf die Reise machen. Unser nächster Stopp Airlie Beach war 4 1/2 Stunden Busfahrt entfernt.
Airlie Beach
02. - 03. JAN 2009:
Nachmittags kamen wir in Airlie Beach an - hier starten die Segelboote zu den Whitsunday Islands. Wir hatten einen 3-tägigen Trip gebucht und hatten vorher noch zwei Nächte in Unser Hostel, das YHA, hatten wir uns selber gebucht und das war auch gut so, denn es war super
Wir haben günstig ein Doppelzimmer bekommen und konnten endlich mal wieder gut schlafen
Airlie Beach an sich fanden wir ziemlich gemütlich und auf jeden Fall viel schöner als Townsville! Hier konnte man es eher aushalten. Am Abend vor unserem Segel-Trip begann es allerdings kräftig zu schütten und wir hatten schon Bedenken, dass unser Trip “ins Wasser fallen” würde.