Archive for the Tasmanien category

Back to Melbourne

Geschrieben von Lucie in Allgemein, Reisen, Tasmanien am 6. Dezember 2008

28. NOV 2008:

Da unser Shuttle-Bus zum Flughafen bereits um 6.15 Uhr gefahren ist, mussten wir schon gegen 5.15 Uhr aufstehen. Als wir am Flughafen ankamen, haben wir erstmal unser restliches Essen gefrühstückt und erfahren, dass unser Flug 45 Minuten Verspätung hat, so dass wir nicht um 8.30 Uhr, sondern erst um 9.15 Uhr abgehoben sind. Die Wartezeit haben wir zum Schlafen (Matze) und Blog-Einträge schreiben (ich) genutzt. Tasmanien haben wir natürlich bei genauso schönem Wetter verlassen wie wir es die letzten 1700km mit dem Camper erlebt haben.


Blick aus dem Flugzeugfenster: Bye, bye Tassi!

Als wir über dem Meer waren, war der Himmel so strahlend blau, dass wir wettermäßig echt Hoffnung für die nächsten Tage hatten. Leider sah es bei der Landung in Melbourne alles andere als freundlich aus :-(

Nach der Landung mussten wir die Campervermietung unseres Backpacker-Campervans finden, den wir für die nächsten 10 Tage gebucht hatten. Da der Camper-Verleiher etwas außerhalb von Melbourne in einem anderen Stadtteil war und wir nicht so wirklich Ahnung hatten, wie wir dort hinkommen, haben wir uns vom Flughafen aus einfach ein Taxi genommen. Das war eine gute Entscheidung, denn die Fahrt war viel günstiger als angenommen und viiiieeel billiger, als wenn wir uns den Stress mit öffentlichen Verkehrsmitteln gegeben hätten :-) Als der Taxi-Fahrer gehalten hat, sah es zunächst gar nicht nach Camper-Verleiher aus und wir hatten schon Angst, dass wir falsch sind. Dann haben wir den großen Camper-Verleiher aber auf der anderen Straßenseite entdeckt :-)

Als wir ankamen, hat eine weitere positive Überraschung auf uns gewartet: Wir haben einen nagelneuen Campervan bekommen, mit dem vor uns noch nie jemand auf Reisen war (Kilometerstand: 81)! :-) Alle Sachen im Camper waren noch eingeschweißt und wir mussten sie auspacken, das war ein bisschen wie Weihnachten :-) Nachdem wir auf Tasmanien ja eher mit einer Schrottkarre unterwegs waren, war es echt schön, mal in einem neuen bequemen(!) Auto zu sitzen und auch das Fahrgefühl war viel besser, da der Backpacker-Campervan mehr Power hatte als der Devil-Campervan :-)

Praktischerweise war neben der Camper-Vermietung ein großes Einkaufszentrum, wo wir uns erstmal mit allem Notwendigen für die nächsten Tage eingedeckt haben. Danach sind wir nach Windsor zur Swinburne University gefahren (Matze: “Zum ersten mal einen manuellen Campervan, der NEU ist, durch den Feierabendverkehr in Melbourne fahren…ADRENALIN!!!) wo wir kurz mittels W-LAN zum Mails checken im Internet waren und ich ein paar Blog-Einträge online gestellt habe. Beim Friseur kurz Pony nachschneiden war ich dann auch noch ;-)

Danach konnte es dann endlich wieder auf die Reise gehen. Wir sind von Melbourne über Geelong nach Torquay gefahren, dem Beginn der Great Ocean Road. In Geelong haben wir einen kleinen Stopp bei MC Donald’s gemacht - unser erstes Fast Food Futter, sonst kochen wir immer selber :-) Als wir in Torquay ankamen, war es schon spät, sodass wir gleich zum Schlafen umgebaut haben und in die Schlafsäcke gekrochen sind.

Tasmanien Tag 9 + 10

Geschrieben von Lucie in Allgemein, Fotografie, Reisen, Tasmanien am 2. Dezember 2008

TAG 9: 26. NOV 2008:

Heute hatten wir den Eindruck, dass sich Tassi für die letzten 8 Tage Pisswetter entschuldigen wollte, da den ganzen Tag die Sonne vom Himmerl strahlte. Gleich nach dem Frühstück haben wir uns zu einem kleinen Walk zum Waterfall Bay Lookout aufgemacht.


Waterfall Bay

Danach sind wir ein Stück weiter gefahren und an Port Arthur vorbeigekommen, einem ehemaligen Gefängnis. Reingegangen sind wir nicht, da uns der Eintritt zu teuer war und wir noch andere Sachen sehen wollten.


Lustige Briefkästen


Blick auf Port Arthur

Unser nächstes Ziel war der White Beach, ein wunderschöner Strand wo wir ein Weilchen die Sonnenstrahlen genossen haben, bevor wir uns langsam auf den Rückweg nach Hobart gemacht haben, denn am nächsten Tag mussten wir den Camper abgeben.


White Beach #1


White Beach #2

Da wir schon am frühen Abend zurück in Hobart waren und das Wetter immer noch toll war, haben wir spontan beschlossen auf den Mount Wellington zu fahren, um uns Hobart mal aus 1270m Höhe anzuschauen. Die Aussicht war einfach nur genial :-)


Mount Wellington #1


Mount Wellington #2

Übernachtet haben wir an einem Picknickplatz, wo wir von gaaaaanz vielen Possums und Wallabies empfangen wurden :-)

TAG 10: 27. NOV 2008:

So langsam hieß es Abschied nehmen von Tasmanien. Selbstverständlich bei Regenwetter. Nach dem Frühstück haben wir den Camper geputzt und unsere Sachen gepackt. Danach waren wir noch kurz in der Bibliothek von Hobart, wo es kostenloses Internet gab, um mal wieder unsere Mails zu checken. Dann noch ein letztes Mal tanken und ab zur Campervermietung, wo wir unser quietschgelbes Zuhause der letzten Tage wieder zurück gegeben haben. Die Campervermietung hat uns noch zum Flighafen gefaren und von dort aus sind wir mit dem Shuttle-Bus zu unserem Hostel für die letzte Nacht gefahren.

Das Hostel hieß Hobart Hostel und war auf den ersten Blick ganz okay, abgesehen davon, dass das 10-er Zimmer nicht größer war als die 5 Stockbetten und die Matratzen bis zum Boden durchgelegen waren. Was uns gar nicht gefallen hat, war die Küche…das war mein drittes Hostel in Australien und die Küche war mit Abstand das dreckigste was ich hier bisher gesehen habe. Man hatte nicht wirklich Lust da drin was zuzubereiten oder überhaupt irgendwas anzufassen. Zum Glück wollten wir nur Tomatenreis kochen und das ging recht fix.

Achja, und die Welt ist ja sooo klein! Bei uns im Zimmer war ein Mädel, das aus Furtwangen kommt, mittlerweile aber in Donaueschingen wohnt. *hihi*

Nachdem wir noch geduscht und zwei Ladungen Wäsche gewaschen + getrocknet hatten, alles gepackt haben und ich noch ein paar Blog-Einträge vorbereitet habe, sind wir dann ins Bett gefallen. Leider gibt es einfach IMMER den Quotenschnarcher bzw. diesmal eine Quotenschnarcherin!

Hier die Bilder von Tag 9 + 10:

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Tasmanien Tag 7 + 8

Geschrieben von Lucie in Allgemein, Fotografie, Reisen, Tasmanien am 1. Dezember 2008

TAG 7: 24. NOV 2008:

Nach dem Aufstehen war es mal wieder grau und regnerisch und wir haben uns schon überlegt, was wir jetzt machen sollen, da hat es am Himmel ein bisschen aufgeklart. Voller Euphorie haben wir uns direkt zu einem längeren Walk aufgemacht. Wir wollten zum Coles Bay Lookout, zum Wineglass Lookout und dann noch zum Wineglass Bay runterlaufen. Leider hat das Wetter nur bis zum Wineglass Bay Lookout gehalten, danach wurde es wieder ziemlich mies, was uns dazu bewegt hat zurück zu gehen und auf den Walk zum Wineglass Bay zu verzichten, da dieser noch länger gedauert hätte und wir diesmal nicht wieder komplett baden gehen wollten.


Am Coles Bay Lookout


Wineglass Bay


Winterschlaf - Warten auf besser Wetter!

Am Parkplatz haben wir ein Wallaby mit Baby im Beutel gesehen :-) Und auch sonst haben wir noch einige zahme Wallabys gesehen, die sich streicheln ließen :-)


Känguru-Mama mit Baby :-)

Nach einer kleinen Pause im Camper sind wir weiter zu einem Leuchtturm gefahren und erfreulicherweise kam dort wieder die Sonne raus und die grauen Wolken hatten sich fast verzogen. Am Leuchtturm war es schön aber sehr sehr windig, man musste aufpassen, dass man nicht weggeweht wurde ;-)

Nach dem kleinen Walk zum Leuchtturm haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp beim Richardsons Beach gemacht, wo es sehr schön war.


Richardsons Beach #1


Richardsons Beach #2

Danach sind wir ein Stück weiter zu den Friendly Beaches (= Freundliche Strände) gefahren. Als wir dort ankamen, war es zum Glück immer noch sonnig und so sind wir gleich los zum Strand. Hier an der Küste geht übrigens überall ein sehr sehr starker und kalter Wind, brrrr! Trotzdem haben wir endlich mal ein bisschen die Sonne genießen können :-)


Friendly Beaches


Ein Echidna

Wie immer war das gute Wetter nicht von langer Dauer und es zogen dicke graue Wolken auf :-(

Sobald die Sonne weg war, kamen ganz viele kleine und große Wallabies aus den Büschen und sind um unseren Camper herumgehüpft, hihi. Das war echt cool! :-) Mir ist aufgefallen, dass die Ohren der Wallabies sehr beweglich sind - in der Gallery gibts ein paar Öhrchen-Positionen ;-)

TAG 8: 25. NOV 2008:

Morgens haben wir nochmal einen kleinen Spaziergang am Strand gemacht, gefrühstückt und weiter nach Triabunna gefahren. Dort waren wir im Informationszentrum, weil wir eigentlich am nächsten Tag nach Maria Island wollten. Da nur die kurze Überfahrt allein schon AUD $ 50,00 pro Person gekostet hätte und das Wetter immer noch nicht besonders toll war, entschlossen wir uns, auf diesen Ausflug zu verzichten und statt dessen zur Tasman Peninsula zu fahren. Ein weiterer Grund war, dass wir dann den restlichen Tag in Triabunna hätten verbringen müssen, dort gab es jedoch überhaupt gar nichts. Nach einem kleinen Schwätzchen mit der alten Dame im Informationszentrum, die sehr redselig war, sind wir weitergefahren. Auf der Tasman Peninsula haben wir uns in der Pirates Bay (= Piratenbucht) ein paar Aussichtspunkte zu besonderen Felsformationen angeschaut:


Tesselated Pavements


Tasmans Arch

Hier die Bilder zu Tag 7 + 8:

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Tasmanien Tag 5 + 6

Geschrieben von Lucie in Allgemein, Reisen, Tasmanien am 29. November 2008

TAG 5: 22. NOV 2008:

Die Nacht war ungefähr genauso kalt wie die letzte aber wir haben überlebt. Natürlich war meine Jeans nicht mal ansatzweise trocken, sondern noch genauso nass wie ich sie vor etwa 20 Stunden beim Cradle Mountain ausgezogen habe. Da diese, abgesehen von meiner Schlafhose, die einzige lange Hose ist, die ich hier dabei habe, musste ich mit meiner Schlafhose in die Marakoopa Cave, was nicht sooo schlimm war, da es in der Höhle eigentlich wärmer war als draußen ;-) Die Führung war eigentlich ganz gut, auch wenn wir nicht alles verstanden haben, weil der Höhlenführer ein bisschen Slang draufhatte. Wenn ich das richtig verstanden habe, leuchten die Glühwürmchen, um von ihren Feinden besser gefunden und gefressen zu werden (?). Die Lebenserwartung der kleinen Dinger liegt nur bei 3-5 Tagen, da sie keinen Mund haben, um Nahrung aufzunehmen. Auf jeden Fall haben sie schön geleuchtet in der dunklen Höhle :-)


In der Marakoopa Cave

Nach dem Höhlenbesuch sind wir über Deloraine weitergefahren Richtung Ostküste. In Launceston waren wir nochmal Essen kaufen. Da wir mittlerweile die Hoffnung aufgegeben hatten, dass unsere Jeans jemals im Camper trocknen, haben wir sie auf einer öffentlichen Toilette trocken geföhnt ;-)


Der würde sich in Fuwa auch gut machen :-)

Nach diesem kleinen Zwischenstopp ging es wieder ins Auto und wir sind den Rest der Strecke über St. Mary’s und St. Helen’s bis zum Bay of Fires gefahren, wo wir auf einem kostenlosen Strand-Campingplatz mit Plumsklos die Nacht verbringen wollten. Als wir ankamen hat es tatsächlich KURZ aufgehört zu regnen und diese Gelegenheit haben wir genutzt, um uns den Strand und die rot-orange gefärbten Felsen (daher der Name “Bucht der Feuer”) anzuschauen, bevor es dunkel wurde. Am Bay of Fires war es so schön, dass wir fast die letzten verregneten Tage vergessen hätten. Fast. Denn es fing wieder an zu regnen. Und es regnete die ganze Nacht. Es war so stürmisch, dass unser Camper gewackelt hat. Zwischendurch hatte ich mal Lust, irgendwas einzutreten vor lauter Wut.


Bay of Fires #1


Bay of Fires #2


Bay of Fires #3

TAG 6: 23. NOV 2008:

Am nächsten Morgen regnete es immer noch. Ungefähr eine Stunde nachdem wir aufgestanden waren, geschah das Unglaubliche. Nach 5 Tagen sahen wir das erste Mal ein Stück blauen Himmel und es hat sogar ein wenig die Sonne gescheint. Also haben wir uns noch vor dem Frühstück dazu aufgemacht, an verschiedenen Stränden den Bay of Fires zu erkunden und ein paar Fotos zu machen. Es war dort so windig, wie ich es noch nie erlebt hab! Man wurde fast vom Wind weggeblasen und die Sandkörner haben einem regelrecht ins Gesicht und auch sonst überall hin gepeitscht, so dass die Fortbewegung am Strand sehr beschwerlich war :-D Trotzdem war es sehr schön, vor allem weil wir endlich mal wieder ein bisschen Sonnenschein genießen konnten. Nachdem wir genug von den rot-orangen Felsen hatten, haben wir noch mit Strandblick im Camper gefrühstückt. So hatten wir uns den Urlaub ja EIGENTLICH vorgestellt!


Bay of Fires #4


Bay of Fires #5


Unsere Frühstücksaussicht :-)

Nach dem späten Frühstück sind wir die Ostküste ein Stückchen weiter runter gefahren, weil wir zum Freycinet National Park wollten. Je weiter wir fuhren, desto grauer wurde leider auch wieder der Himmel. Auf dem Weg haben wir am Straßenrand unser erstes Echidna gesehen - ein igelähnliches Tier mit Schnabel, das sich bei Gefahr ganz klein macht und sich teilweise eingräbt, um sich zu tarnen. Als wir im Freycinet National Park ankamen, haben wir erstmal im parkeigenen Campingplatz eingecheckt, der preislich recht günstig war. Leider gab es dort nur “kalte Duschen”, aber dazu später mehr. Da es schon später Nachmittag war und wir wenigstens noch ein bisschen was sehen wollten, bevor es dunkel wird, haben wir uns für einen der kürzeren Walks zum Sleepy Bay entschlossen. Dort haben wir ein wenig die schöne Aussicht genossen, bevor es pünktlich zum Rückweg anfing zu nieseln. Die junge Dame im Informationszentrum des Parks hat uns übrigens gesagt, dass es hier zu 99% immer traumhaftes Wetter hat und so wunderschön ist, wie auf den Fotos. Leider haben wir das 1% erwischt, denn wie die sie uns verraten hat, regnet es seit knapp einer Woche in ganz Tasmanien - also seit wir hier gelandet sind :-(


Sleepy Bay #1


Sleepy Bay #2

Nach dem kleinen Walk wollten wir mal wieder unsere Hygiene auffrischen und sind los zu den Duschen. Dass die kalt waren, wussten wir ja. Dass sie so arschkalt waren, hätten wir aber nicht getippt! Das Wasser muss temperaturmäßig nur ganz kurz über dem Gefrierpunkt gelegen haben, denn es war so kalt, dass es weh getan hat. Doof, wenn man als Frau lange Haare hat, die gewaschen werden möchten. Also hab ich mich mutig drunter gestellt und ausgeharrt  bis aller Schaum ausgespült war - brrr! Das war definitiv die kälteste Dusche meines Lebens. Das Baden im Meer auf unserem Great-Ocean-Road-Trip im September war ein Witz dagegen.

Als wir abends Zähne putzen gehen wollten, haben wir direkt vor unserem Camper ein sehr zutrauliches Possum getroffen, dass sich sogar streicheln ließ :-) Irgendwie muss es Gefallen am Licht unserer Taschenlampe gefunden haben, denn als ich aus den Klos rauskam, stand das Possum davor - scheinbar hatte es mich verfolgt, hihi. Danach sprang es aber auf einen Baum und ich hab’s in Ruhe gelassen :-) Später haben wir bemerkt, dass das Possum die ganze Zeit neben unserem Camper saß. Ich glaub, es mochte uns wirklich :-D

Hier die Bilder von Tag 5 + 6:

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Tasmanien Tag 3 + 4

Geschrieben von Lucie in Allgemein, Reisen, Tasmanien am 28. November 2008

TAG 3: 20. NOV 2008:

Leider hat es am nächsten Morgen in Strömen gegossen, aber wir haben uns trotzdem die Russell Falls angeschaut, was sich auch gelohnt hat, denn der Anblick war super und ein Wallaby haben wir auch nochmal gesehen. Fotos machen bei dem Regen war ein bisschen schwierig, aber ein paar haben wir hinbekommen. Weitere Walks haben wir aufgrund des miesen Wetters dann leider ausfallen lassen.


Alles grau draußen!


Russel Falls

Daher sind wir Richtung Cradle Mountain National Park aufgebrochen, in der Hoffnung, dass wir dort besseres Wetter haben würden. Die Fahrt dauert einige Stunden und es hat pausenlos geregnet, was nicht gerade Urlaubsstimmung aufkommen ließ. Auf dem Weg haben wir einen kleinen Zwischenstopp am Lake St. Claire und den Nelson Falls gemacht. Hab ich schon erwähnt, dass es den ganzen Tagen geregnet hat?!


Lake St. Claire


Nelson Falls

In Queenstown haben wir kurz getankt und noch ein wenig Essen eingekauft. Eigentlich dachten wir, das Örtchen wäre ein bissche größer, aber das “Zemtrum” hatte genau eine Straße mit einem Tante-Emma-Laden :-D

In Tullah haben wir einen kostenlosen Übernachtungsplatz an einem See gefunden. Dort haben wir nur noch gekocht und sind dann in den Camper gekrochen. Diesmal sollte es eine schweinekalte Nacht werden.

TAG 4: 21. NOV 2008:

Die Nacht habe ich glaub ich nur überlebt, weil ich erstens irgendwann Matze geweckt hab, damit wir unsere Schlafsäcke zusammenketten und ich mir zweitens eine Fleecejacke über den Kopf gelegt hat, sonst wäre ich erfroren (Am Cradle Mountain hat es übrigens in dieser Nacht sogar geschneit, wie wir später erfahren haben). An diesem Morgen wurden wir endlich mal von der Sonne geweckt! Leider hielt die Freude genau 5 Minuten, denn dann zog sich am Himmel wieder alles zu und es ging mit dem gewohnten grauen Pisswetter weiter. Leider regnete es an diesem Tag nur einmal und das den ganzen Tag :-(

Nach dem Frühstück sind wir das letzte Stück zum Cradle Mountain National Park gefahren. Leider war auch dort alles grau und verregnet. Trotzdem entschlossen wir uns dazu, einen 6km langen Walk um den Dove Lake zu machen, bei dem wir dem Cradle Mountain immer näher kamen. Trotz Regen war der Walk echt gut und mit Hilfe von Matzes Kapuze sind auch ein paar Bilder entstanden. Etwa nach 3/4 der Strecke verschwand der Cradle Mountain komplett hinter einer grauen Wand, es ging ein starker Platzregen los und als wir wieder beim Camper ankamen waren wir so durchnässt, dass wir unsere Klamotten auswringen konnten. Leider trocknen diese im Camper nicht mehr, egal wie lange man wartet. Dazu später mehr.


Cradle Mountain #1


Cradle Mountain #2


Cradle Mountain #3

Die weitere Fahrt war dann sehr kalt, da die Heizung in unserem Camper nicht funktioniert und wir vom Walk total durchgefroren waren. Spätestens ab diesem Tag war unser Camper dann auch voll mit Dreck und Schlamm. Zu diesem Zeitpunkt waren wir mehr als angenervt vom Dauerregen und es machte sich langsam große Enttäuschung breit, an all diesen schönen Orten zu sein, aber nix außer grau und Regen zu sehen.

Als nächstes wollten wir zur Marakoopa Cave, einer Tropfsteinhöhle, in der eine seltene Glühwürmchenart vorkommt. Da auf unserer Tasmanien-Karte drei Picknick-Plätze eingezeichnet sind, haben wir uns um die Übernachtung keine Sorgen gemacht. Blöd ist nur, wenn zwei der Picknickplätze nicht vorhanden sind und der dritte sich direkt vor der Höhle befindet, wohin der Zugang gesperrt ist. Also haben wir diesmal am Parkplatz vor der Höhle genächtigt. Hier gab’s einige Kängurus zu beobachten und es lag überall Känguru-Kacka rum *grins*

Voller Hoffnung, dass meine Jeans am nächsten Morgen bestimmt wieder trocken sein wird, bin ich eingeschlafen.

Hier die Bilder von Tag 3 + 4:

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Tasmanien Tag 1 + 2

Geschrieben von Lucie in Allgemein, Reisen, Tasmanien am 28. November 2008

TAG 1: 18. NOV 2008

Nach einer kurzen Nacht (da noch alles mögliche gepackt und erledigt werden musste), hat uns um 7.30 Uhr der Wecker aus dem Bett geklingelt. Nur noch schnell geduscht, gefrühstückt, die letzten Sachen in die Rucksäcke gepackt und los ging’s mit Tram, Zug und Flughafen-Shuttle-Bus zum Melbourne Airport. Ein bisschen komisch war es schon, die Wohnung und vor allem Melbourne zu verlassen - immerhin habe ich hier die letzten 3 1/2 Monate verbracht.

Am Flughafen kamen wir pünktlich an und das Einchecken verlief reibungslos. Ein bisschen gewundert hat uns nur, dass zu keiner Zeit irgendjemand unsere Reisepässe sehen wollte. Da der Flug nicht einmal eine Stunde dauert, ging es ruckzuck und schon waren wir in Tasmanien.

In Hobart angekommen, wurden wir gleich von unserer Campervermietung “Devil Campervans” abgeholt und zu unserem knallgelben Campervan gebracht. Dieser ist zwar schon ein bisschen älter und schleicht mehr als dass er fährt, aber immerhin ist er innen recht geräumig und das Umbauen ist nicht ganz so ein nerviges Gefummel wie im Jucy damals ;-) Nach einer kurzen Einweisung sind wir dann auch direkt losgedüst und Matze hat sich beim ersten Mal links fahren gut geschlagen :-)

Wir sind bei strahlendem Sonnenschein gestartet, doch leider sollte dies für lange Zeit das letzte Mal gewesen sein, dass wir die Sonne gesehen haben. Es fing an zu regnen und wurde zudem auch noch schweinekalt.

Bei Regen haben wir Hobart City erreicht und nach einem kurzen Besuch im Informationszentrum haben wir noch ein paar Lebensmittel für die nächsten Tage besorgt. Da dies Matzes erster Supermarktbesuch in Australien war, hat es ein bisschen länger gedauert ;-)

Danach sind wir ein Stück weiter südwestlich von Hobart gefahren, wo wir einen Picknickplatz bei den Waterworks Reservoirs gefunden haben. Dort haben wir erstmal Abendessen gekocht und dann zum ersten Mal unser Nachtlager im Camper aufgebaut. Das “Bett” ist eigentlich recht bequem und trotz der quakenden Frösche sind wir schnell eingeschlafen.


Unser quietschgelber Campervan

TAG 2: 19. NOV 2008:

Als wir aufgewacht sind, war es leider sehr bewölkt und sah schon wieder nach Regen aus. Nach dem Frühstück wurde Matze von einer neugierigen Ente verfolgt, die er liebevoll “Killer-Ducky” genannt hat :-D


Killer-Ducky

Nachdem wir noch ein bisschen die Reiseroute geplant haben, entschieden wir uns dafür, im Westen zu starten und brachen erst einmal zum “Tahune Airwalk” auf, der auf den Bildern im Prospekt ziemlich cool aussah. Leider hat es Ewigkeiten gebraucht, dort hinzukommen, da unser Camper erstens wie bereits oben erwähnt nicht der schnellste ist ;-) und zweitens die Straßen auf Tasmanien kurvenreich sind und es immer hoch und runter und wieder hoch und runter geht. Der Tahune Airwalk ist ein Stahlgerüst, das über den Baumwipfeln angebracht ist und nur eine Länge von 600 m hat. Die Aussicht von da oben war zwar schön, aber es war alles weitaus unspektakulärer als angenommen und AUD $ 20,00 pro Person (ermäßigt!) waren dann doch recht teuer für das kurze Vergnügen.


Auf dem Tahune Airwalk

Unser nächstes Ziel sollte der Mount Field National Park sein, wo wir uns die Russell Falls anschauen und ein paar Walks machen wollten. Da sich die Strecke recht lang hingezogen hat, waren wir dann erst bei Dämmerung da und konnten somit nicht mehr viel machen. Daher haben wir erstmal eine Packung Spaghetti Miracoli gekocht, die Matze aus Deutschland mitgebracht hatte :-) Dabei haben wir ein paar Wallabies beobachten können, die bei Dämmerung zunehmend aktiv werden :-)

Später haben wir mit einer Taschenlampe bewaffnet eine kleine Nachtwanderung gemacht, bei der wir zahlreiche Wallabies und Possums gesehen haben. Wir haben sogar ein Mama-Possum gesehen, das ihr Jungtier auf dem Rücken getragen hat, so süß! :-) Später haben wir die beiden dann auf einem Baum gefunden, wo sie gefuttert haben :-)

Hier die Bilder von Tag 1 +2:

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